Environmental Peacebuilding: Werkstatt-Wochenende für Multiplikator*innen in der Friedensbildung

Eine Frau in einem Gewächshaus hält ein Büschel Grünzeug in den Händen.
© Pro Peace

Wie hängen Klimagerechtigkeit, Konflikte und Frieden zusammen?

Und wie lassen sich diese komplexen Themen im Unterricht lebendig und verständlich vermitteln? In dieser praxisorientierten Multiwerkstatt setzen wir uns mit dem Ansatz des Environmental Peacebuilding auseinander und erproben gemeinsam interaktive Bildungsformate für die schulische Praxis.

Darum geht's:

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schüler*innen darin gestärkt werden können, Klima(un)gerechtigkeit zu erkennen, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten und sich aktiv für Umwelt und Gerechtigkeit einzusetzen. Dabei fördern wir zentrale Kompetenzen wie Perspektivwechsel, Dialogfähigkeit und Empathie.

Die Werkstatt ist Teil des Projekts „Klima des Friedens – Lernräume für Umwelt und Gerechtigkeit“. Ziel des Projekts ist es, Schüler*innen der Klassen 5-10 dafür zu sensibilisieren, Umwelt- und Klimafragen als gemeinsame Herausforderung zu verstehen – und zugleich als Chance für Kooperation, Dialog und solidarisches Handeln. Denn Umwelt- und Klimafragen sind eng mit Fragen von Gerechtigkeit und Frieden verbunden und bergen zugleich Konfliktpotenziale.

Zielgruppe:

Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die Friedensbildung im schulischen Kontext aktiv mitgestalten möchten. Im Rahmen der Werkstatt qualifizieren wir die Teilnehmenden zu Friedensbildungsreferent*innen. Der thematische Schwerpunkt liegt auf Environmental Peacebuilding. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Konzepte und Methoden, um das Thema altersgerecht und interaktiv in Schulklassen zu vermitteln.

Teilnahmevoraussetzungen:

Alle Teilnehmenden sollten die Bereitschaft zur eigenständigen Durchführung von Workshops an Schulen mitbringen. Hierfür ist auch eine gewisse Flexibilität erforderlich, da wir die Workshops bundesweit und vormittags während der Unterrichtzeiten durchführen. Erste Erfahrungen in der (politischen) Bildungsarbeit sind hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Rahmenbedingungen:

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Pro Peace übernimmt Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich. Die Durchführung der Workshops erfolgt auf Honorarbasis, Reisekosten werden erstattet. Details dazu erläutern wir am Freitagnachmittag.

Programm:

Am Freitag (16-20h) starten wir mit einer Einführung für alle, die neu dabei sind: Wir geben einen Einblick in die aktuelle Friedens- und Konfliktarbeit von Pro Peace – mit Beispielen aus unseren Projekten im Nahen Osten, in der Ukraine oder im Westbalkan. Und wir informieren über unsere Friedensbildungsarbeit in Schulen. Du bekommst einen Überblick über unsere Workshops, Bildungsmaterialien, Friedensläufe, Friedenstage und über unser Multiprogramm.

Es wird genug Zeit zum Ankommen & Kennenlernen, für Fragen & Austausch geben. Falls du zum ersten Mal an einer Multiwerkstatt von uns teilnimmst, solltest du den Freitagnachmittag also auf keinen Fall verpassen! Alle anderen, die schon mehrmals an einer Multiwerkstatt teilgenommen haben, sind ebenfalls herzlich eingeladen, von ihren Erfahrungen zu berichten und die neuen Teilnehmenden beim gemütlichen Beisammensein kennenzulernen. Wir beenden den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen.

Am Samstag (10-18h) freuen wir uns auf unsere Referentin Eileen Czempinski, die uns in das spannende Thema Environmental Peacebuilding einführt. Wie hängen Umweltengagement, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung zusammen? Im Rahmen unseres Projekts „Klima des Friedens – Lernräume für Umwelt und Gerechtigkeit“, gefördert von der Postcode Lotterie, gehen wir genau diesen Fragen nach. Gemeinsam mit Eileen besprechen und erarbeiten wir Inhalte und Methoden der neuen Workshop-Konzepte. Wir erfahren mehr über ein Environmental Peacebuilding Projekt von Pro Peace in Jordanien und wir überlegen, wie wir Schüler*innen die Zusammenhänge zwischen Frieden, Umwelt und Klima bei Friedens-Umwelt-Tagen anschaulich vermitteln können. Selbstverständlich wird es (Kaffee-)Pausen, Mittag- und Abendessen und Zeit für Erfahrungsaustausch geben.

Am Sonntag (10-14h) bieten wir im Rahmen eines Barcamps verschiedene Themen zur Vertiefung an: Fortsetzung Environmental Peacebuilding, Methodentraining, Bildungsmaterial zur Ausstellung „Gesichter des Friedens“, Nahost & Ukraine in der Bildungsarbeit, etc. Je nachdem, welche Interessen die Gruppe hat, können unterschiedliche Themen in Kleingruppen bearbeitet werden. Es wird uns auf jeden Fall nicht langweilig! Schreib uns gerne, wenn du jetzt schon einen konkreten Themenwunsch für das Barcamp am Sonntag hast! Wir beenden das Wochenende mit einem gemeinsamen Mittagessen.

Anmeldung

Anmeldeschluss: Sonntag, 14.06.2026

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Weitere Informationen: friedensbildung@propeace.de