Pro Peace

Pro Peace 

Seit 1996 setzt sich die Organisation Pro Peace für die Überwindung von Krieg und Gewalt ein und unterstützt Menschen in gewaltsamen Konflikten auf dem Weg zum Frieden.

Heute arbeitet Pro Peace, von der Bundesregierung als Trägerorganisation des Zivilen Friedensdienstes anerkannt, mit Friedensberater*innen in Deutschland und zwölf weiteren Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Südostasien zusammen. Seine Akademie für Konflikttransformation bietet Menschen in der internationalen Friedensarbeit eine professionelle Ausbildung. Mit Kampagnen, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich Pro Peace aktiv für eine zivile Friedenspolitik ein. 

Es ist Unterzeichner der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ und finanziert seine Arbeit über öffentliche und private Zuschüsse, Spenden und Mitgliedsbeiträge.

So wirkt Ihre Friedenslaufspende bei Pro Peace

Israel & Palästina – Frieden durch Verständnis

Die Aussicht auf Frieden im Nahost-Konflikt scheint derzeit fast erloschen. Der Angriff der Hamas und der seither in Gaza tobende Krieg haben unermessliches Leid über die Zivilbevölkerung gebracht. Inmitten dieses Klimas der Angst und Gewalt arbeitet Pro Peace eng mit Bildungseinrichtungen zusammen, damit junge Menschen die Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben.

Einer unserer wichtigsten Partner in Israel und Palästina ist das jüdisch-arabische Kulturzentrum Beit Ha'Gefen in Haifa. In Workshops und Diskussionsforen erhalten jüdische und arabische Jugendliche hier die Chance, ihren Horizont zu erweitern, andere Perspektiven kennenzulernen und offen über die Themen zu sprechen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Diese Bildungsarbeit fördert den Aufbau einer neuen Generation, die Vorurteile überwindet und sich selbstbewusst für eine friedliche Zukunft einsetzt.

Wir versuchen nicht, die Jugendlichen zu irgendeiner Verständigung zu drängen. Sie müssen zuhören. Sie müssen verstehen, wer die anderen sind und was sie bewegt. Sie müssen die Standpunkte, den Schmerz und die Ängste jedes Einzelnen verstehen. Das ist es, was die Welt verändert. Nicht, dass sie sich morgen über die Grenze einig sind.

Asaf Ron, Leiter des Kulturzentrums Beit Ha'Gefen

Ukraine – Friedliche Schulen

Eine Kindheit im Krieg – seit drei Jahren Alltag in der Ukraine. Die Folgen der konstanten Belastung zeigen sich auf den Schulhöfen: Die Kinder sind aggressiver als früher, oft werden sie gewalttätig oder sie ziehen sich ganz zurück. Für die Lehrkräfte ist insbesondere der Umgang mit Geflüchteten aus den umkämpften Gebieten herausfordernd. Viele sind stark traumatisiert und reagieren mit Panikattacken auf die fast täglich aufheulenden Sirenen.

Um ihnen beim Umgang mit dieser komplexen Situation zu helfen, hat Pro Peace gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen das Programm „Peaceful School“ ins Leben gerufen. Dabei sollen gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien im Unterricht etabliert werden. Begleitet von Schulpsycholog*innen lernen die Lehrkräfte, wie sie durch Gespräche und Mediation Konflikte zwischen den Schüler*innen schlichten sowie für Empathie und ein sicheres Lernumfeld sorgen können. Bereits an 28 Schulen konnte das Programm erfolgreich etabliert werden.

Gerade jetzt brauchen die Kinder und Jugendlichen mehr Vertrauen zu den Lehrkräften, denn die Eltern und Verwandten schauen daheim die schrecklichen Nachrichten, oder sind selbst im Krieg. All das wirkt sich auf die Schüler*innen aus.

Olena Pintschuk, Schulpsychologin

 

Westlicher Balkan - Bildung baut Brücken

In den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens sind die Narben der vergangenen Kriege bis heute nur oberflächig verheilt. In Bosnien und Herzegowina wachsen Kinder und Jugendliche noch immer in einem geteilten Land auf. Schon die Kleinsten im Kindergarten werden ethnisch-religiös separiert, Erstklässler*innen getrennt eingeschult. Die Folge: Ein Klima, in dem Misstrauen, Angst und Gewalt gedeihen.

Pro Peace setzt sich seit der Gründung 1996 für eine friedensfördernde Erinnerungskultur im westlichen Balkan ein und stärkt auch den Austausch von Kindern und Jugendlichen. Beispielsweise organisieren wir Sommercamps für junge Menschen aus den sechs Ländern des Westbalkans. Fünf Tage lang haben die 55 Teilnehmer*innen dort die Chance, mit- und voneinander zu lernen, Freundschaften zu knüpfen und Ideen für eine friedlichere Zukunft zu entwickeln. 

Ich habe am Sommercamp teilgenommen, weil es mir dabei hilft, verschiedene Perspektiven kennenzulernen. Und ich habe hier die Chance, neuen Leuten zu begegnen und von ihnen zu lernen. Ich denke, dass ich durch diese Erfahrung jetzt noch offener und aufgeschlossener anderen gegenüber bin.

Visar aus dem Kosovo