Pro Peace

Pro Peace 

Seit 1996 setzt sich die Organisation Pro Peace für die Überwindung von Krieg und Gewalt ein und unterstützt Menschen in gewaltsamen Konflikten auf dem Weg zum Frieden.

Heute arbeitet Pro Peace, von der Bundesregierung als Trägerorganisation des Zivilen Friedensdienstes anerkannt, mit Friedensberater*innen in Deutschland und zwölf weiteren Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Südostasien zusammen. Seine Akademie für Konflikttransformation bietet Menschen in der internationalen Friedensarbeit eine professionelle Ausbildung. Mit Kampagnen, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich Pro Peace aktiv für eine zivile Friedenspolitik ein. 

Es ist Unterzeichner der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ und finanziert seine Arbeit über öffentliche und private Zuschüsse, Spenden und Mitgliedsbeiträge.

So wirkt Ihre Friedenslaufspende bei Pro Peace

Sportlich für den Frieden im Libanon

Wenn die Kinder dem Ball hinterherjagen, tritt für einen Moment alles in den Hintergrund – Angst, Unsicherheit und die Gewalt, mit der viele von ihnen aufwachsen. Auf dem Spielfeld zählen nicht Herkunft, Religion oder Geschlecht. Hier geht es um Fairness, Respekt und Miteinander. Im Zusammenspiel erleben die Kinder, wie stark Gemeinschaft sein kann – und wie viel möglich wird, wenn man zusammenhält.

Im Libanon wachsen viele Kinder und Jugendliche in Familien auf, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Oft haben sie Traumatisches erlebt. Ihr Alltag ist geprägt von Armut, Unsicherheit und wachsenden Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Land, die sich immer wieder in Gewalt entladen. 

 

Mit dem Projekt „Sports for Peace“ bringen wir und unsere libanesische Partnerorganisation Al-Midan Kinder und Jugendliche im Norden des Landes zusammen. Durch sportliche Aktivitäten lernen sie, was Fairness, Teamgeist und gegenseitiger Respekt bedeuten. Das Projekt schafft sichere Räume, in denen Mädchen und Jungen aus muslimisch und christlich geprägten Regionen gemeinsam trainieren, Vorurteile abbauen und neue Perspektiven gewinnen.

Speziell geschulte Trainer*innen vermitteln zudem wichtige Fähigkeiten zur Konfliktlösung, zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zur gewaltfreien Kommunikation. Sport wird so zu mehr als nur Bewegung – er wird zu einem Werkzeug für Frieden.

In den Trainings habe ich gelernt, niemanden wegen seines Aussehens, seiner Hautfarbe oder seiner Herkunft auszugrenzen. Stattdessen geht es darum, alle einzubeziehen und respektvoll miteinander umzugehen.

Roaa Mobaid, Teilnehmerin

Frieden lernen weltweit

Kinder und Jugendliche sind unverzichtbar für den Aufbau einer friedlicheren Gesellschaft. Deshalb stehen sie im Mittelpunkt vieler der weltweiten Projekte von Pro Peace. In Israel und Palästina arbeiten wir eng mit Schulen und Bildungsinitiativen zusammen, damit junge Menschen die Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben. Ein Beispiel ist unsere Partnerschaft mit dem jüdisch-arabischen Kulturzentrum Beit Ha’Gefen: Hier begegnen sich jüdische und arabische Jugendliche, lernen andere Perspektiven kennen und sprechen offen über die Themen, die sie bewegen.

In der Ukraine sorgen wir dafür, dass Klassenzimmer trotz des Krieges sichere Orte bleiben, in denen Kinder unbeschwert lernen und lachen können. Lehrkräfte erhalten Unterstützung, um Konflikte konstruktiv zu lösen und traumatisierten Schüler*innen Halt zu geben. Auf dem westlichen Balkan bringen unsere Sommercamps Jugendliche zusammen, die sonst durch Grenzen, Geschichte und Vorurteile getrennt sind. Beim Sport, in Workshops und Gesprächen lernen sie einander kennen und entdecken, dass Freundschaft stärker sein kann als alte Konflikte.

Obwohl unsere Teilnehmenden sich im Alltag begegnen, zum Beispiel in der Schulklasse oder im Uni-Seminar, ist es für viele das erste Mal, dass sie miteinander über die Ereignisse reden. Dadurch wächst Vertrauen und das wird gerade dringend benötigt.

Sarki Golani, Moderator bei Beit Ha‘Gefen