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Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) wird Pro Peace: Mehr Informationen

Pro Peace in den Philippinen

In den südlichen Philippinen, inmitten atemberaubender Natur, toben seit Jahrzehnten blutige Konflikte um Selbstbestimmung und politische Vorherrschaft. Zwischen der Regierung und Gruppen, die sich für eine größere Autonomie der überwiegend muslimischen Region Bangsamoro einsetzen, konnte vor einigen Jahren zwar ein Friedensabkommen erzielt werden. Dessen Umsetzung ist jedoch von großen Herausforderungen begleitet.

In dieser verworrenen Situation engagiert sich Pro Peace für eine friedliche Zukunft. Zusammen mit Partnern vor Ort fördern wir Dialog, stärken an den Rand gedrängte Gruppen und setzen uns für einen dauerhaften Frieden ein. 

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Auf den Philippinen engagiert sich Pro Peace inmitten komplexer Krisen für eine friedliche Zukunft

Ein moderner Konflikt – mit alten Wurzeln

Mindanao, die zweitgrößte Insel der Philippinen, ist Schauplatz eines der ältesten Konflikte Südostasiens. Seine Wurzeln reichen zurück bis in die Kolonialzeit. Ende des 19. Jahrhunderts brachten die USA die bisher weitestgehend unabhängige Insel Mindanao gewaltsam unter ihre Kontrolle. Die mehrheitlich muslimischen Moro fürchteten um ihre Eigenständigkeit und wehrten sich gegen die neue Besatzungsmacht. Seit dem frühen 20. Jahrhundert fordern sie einen eigenen Staat. Nach der Unabhängigkeit der Philippinen beförderte die Zentralregierung in Manila den Zuzug christlicher Siedler. Die Moro wurden so systematisch ihrer Ländereien beraubt und sind heute eine Minderheit im eigenen Land.

Rico Pareja

„Ich träume davon, dass der Konflikt friedlich gelöst wird“

Rico Pareja, Friedensaktivistin auf den Philippinen

Seit den 1970er Jahren kämpften separatistische Gruppen wie beispielsweise die Moro National Liberation Front (MNLF) und die Moro Islamic Liberation Front (MILF) gewaltsam für einen unabhängigen Staat. Über Jahrzehnte waren Teile Mindanaos von heftigen Kämpfen zwischen diesen und weiteren Gruppen sowie dem philippinischen Militär geprägt. Ein stabiles Friedensabkommen wurde erst 2014 unterzeichnet. Fünf Jahre später erhielt der mehrheitlich von Muslim*innen bewohnte Teil Mindanaos, Bangsamoro („Land der Moro“), seine Autonomie, eine Verfassung und eine Übergangsregierung. Dies waren und sind große, hoffnungsvolle Schritte auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden. Gleichzeitig ist die weitere Umsetzung des Friedensabkommens herausfordernd. Und Bangsamoro ist nach der jahrzehntelangen Instabilität nach wie vor eine der ärmsten Regionen auf den Philippinen.

Besonders die Region Caraga im Nordosten Mindanaos, ist durch einen weiteren langanhaltenden Konflikt geprägt. Kommunistisch orientierte Kräfte wollen die Regierung stürzen und das Land umgestalten. Neben ideologischen Motivationen reagiert diese Rebellion auf die massive soziale und ökonomische Ungleichheit im Land. Immer wieder kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der New People‘s Army und dem Militär – oft in entlegenen Gebieten, in denen viele indigene Gruppen leben.

Friedensaktivist*innen auf den Philippinen werden oft große Steine in den Weg geräumt. Pro Peace unterstützt daher das zivilgesellschaftliche Engagement.

An den Wurzeln des Konflikts

Seit 2007 ist Pro Peace in den Philippinen aktiv und beteiligt sich an der Gestaltung des Friedens auf Mindanao. Wir fördern den Dialog und stärken die oft unterdrückte Zivilgesellschaft, um die Basis für einen dauerhaften Frieden zu schaffen. Mit erfahrenen Partnern und Standorten in Davao, Cotabato und Butuan setzen wir uns zudem für die Beteiligung und den Schutz indigener Bevölkerungsgruppen ein. 

Unsere Projekte auf den Philippinen setzen an den Wurzeln des Konflikts in Bangsamoro an: Mit Informationsarbeit zu den Inhalten der Friedensverhandlungen und später der Regionalverfassung leisten wir wichtige Beiträge zum Verständnis der Entwicklungen. Wir geben Menschen eine Stimme in den Verhandlungen über ihre Zukunft. Wir stärken zivilgesellschaftliche Akteur*innen in ihrem Einsatz für einen Frieden für alle Menschen in Bangsamoro. In Caraga begleiten wir zudem Indigene Völker in ihren Bemühungen um ein Ende der Gewalt in der Region.

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Unsere Arbeit zeigt: Auch inmitten von Konflikten und Gewalt ist Friedensarbeit möglich und nötig. Sie schafft die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben auf der Basis von Gerechtigkeit, Respekt und gegenseitigem Verständnis.

Schwerpunkte von Pro Peace in den Philippinen:

  • Konflikte verstehen, Vorurteile abbauen  
    Pro Peace kooperiert mit Universitäten, Lehrkräften und Medien, um ein umfassendes Verständnis des Konflikts zu erreichen. Durch die Entwicklung von Lehrplänen und die Förderung von konfliktsensitivem Journalismus wirken wir Vorurteilen entgegen. Langfristiges Ziel ist es, gewaltfreie Lösungen von Konflikten aufzuzeigen – für eine friedlichere Gesellschaft.

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  • Indigene Traditionen für ein neues Morgen  
    Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir die Indigenen Gruppen Mindanaos, bekannt als Lumad, um ihre traditionellen Konfliktlösungsmethoden mit weiteren Ansätzen zu verbinden. Ziel ist es, sie in ihrem Eintreten für ihre Rechte zu stärken.

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  • Friedensakteur*innen Gehör verschaffen  
    Inmitten der immer wieder von Rückschlägen begleiteten Bestrebungen nach dauerhaftem Frieden vernetzt Pro Peace Akteur*innen des Friedens, bietet marginalisierten Gruppen eine Plattform und fördert den Dialog. Projekte für Jugendliche und Medienarbeit stärken die Beteiligung und tragen zur Stabilität der Region bei.

    Mehr zum Projekt

Die 33-jährige Rico Pareja setzt sich trotz aller Gefahren für die Rechte von Indigenen ein.

Frieden ist möglich – machen Sie den Unterschied!

Die Arbeit auf Mindanao ist von vielen Herausforderungen geprägt, darunter Armut, kulturelle Differenzen und staatliche Repression. Doch gerade in dieser komplexen Lage zeigt sich die Stärke von Pro Peace: Durch behutsames und zielgerichtetes Engagement tragen wir dazu bei, die Menschen auf dem langen Weg zum Frieden zu begleiten. Ihre Spende ermöglicht es, diese wichtige Arbeit fortzusetzen und zu erweitern.

Setzen Sie ein Zeichen für den Frieden auf den Philippinen:

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Davao City 8000
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